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Stylische Mode für Freiburg-Fans

 

Vom 05.04.2017 | Freiburger Wochenbericht

 

Anton Würmlins Shirts und Schirmmützen mit Freiburg-Aufdruck kommen richtig gut an. So gut,dass er seinen Job als Industriemechaniker an den Nagel gehängt hat und sich nur noch um das Mode-label „Freiburgs Finest“ kümmert. Im Sommer 2013 kamen der 25-Jährige und ein Schulfreund auf die Idee, Klamotten mit regionalen Designs zu entwerfen. „Was Vergleichbares gab es noch nicht und wir waren uns sicher, dass das gut ankommt“, verrät er mir. Mittlerweile kümmert er sich alleine um das Modelabel, lebt in Haslach und entwirft dort Motive am Rechner, kümmert sich um Vertrieb, Onlineshop, Marketing & Co. Anfangs hatte er nur nach Feierabend Zeit für sein Hobby, deshalb mussten sich Freiburg-Fans gedulden, bisweitere Motive hinzu kamen, jetzt plant Anton alle vier Wochen neue Styles. Nur bei den Shirts für Frauen ist das Angebot überschaubar: „Die Nachfrage ist sehr groß, aber die Männer kaufen deutlich mehr, denn Frauen sind schwieriger und wollen viele verschiedene Schnitte etc. Aber diesen Bereich will ich auf jeden Fall ausbauen“. (Mehr unter freiburgs-finest.de). Um seine Mode noch bekannter zu machen, hat sich Anton etwas Besonderes einfallen lassen: Prominente aus Freiburg und der Region posieren für sein Modelabel. EHC-Jungs wie Philip Rießle oder Julian Airich machen auf dem Eis und in der Umkleide eine richtig gute Figur und Ex-Hochseilartist Johann Traber Junior ließ sich vor kurzem im Museum der Artistenfamilie ablichten. „Mein Ziel ist es jetzt noch, dass die SC-Spieler bei einem Fotoshooting dabei sind“, verrät Anton. Seine lässigen Shirts und Mützen mit regionalem Touch kommen aber nicht nur bei jungen modebegeisterten Leuten gut an, sondern auch bei vielen Älteren, vor allem für viele „Exil-Freiburger ist es ein Stück Heimat“. Die gibt es dank Antons neuestem Projekt „Neighbourhood“ jetzt auch für Städtefans aus Mannheim oder Karlsruhe.

 

Das ganze Interview kannst Du im Archiv des Freiburger Wochenberichts lesen!

Die Hip-Hop-Szene inspirierte Anton Würmlin zu seinen Freiburg-Textilien

 

Vom 29.12.2016 | Badische Zeitung

 

“Freiburgs Finest” heißt das Modelabel, mit dem Anton Würmlin seit fast drei Jahren am Start ist. Noch entwirft der 25-Jährige die Klamotten mit Freiburg-Aufdrucken in seiner Freizeit. Doch der Industriemechaniker macht das nicht nur zum Spaß.

 

Gute Nachricht für Lokalpatrioten: Das kleine Modelabel “Freiburgs Finest” hat sich mit einer eigenen Kollektion auf Freiburg spezialisiert. Der Name der kleinen Großstadt steht unübersehbar auf Schirmmützen und auch auf den T-Shirts, denn alles dreht sich um Freiburg.

Das Modelabel hat Anton Sebastian Würmlin (25) Mitte 2013 mit einem Schulfreund gegründet. “Die Idee hat sich aus der Hip-Hop-Szene ergeben. Wir waren beide musikbegeistert, kannten die Musiker in und um Freiburg und waren überzeugt, dass Freiburg-Textilien laufen würden”, erinnert er sich.

Er selbst ist im Stadtteil Haslach aufgewachsen und lebt auch heute dort. Er beauftragte einen Grafiker mit dem ersten Design: eine riesige plakative “79” – für die Freiburger Postleitzahl – dazu der Münsterturm. Die entsprechend bedruckten T-Shirts kamen als Pilotprojekt per Onlineshop in den Handel. “Wir haben die ersten 48 Exemplare schnell verkauft”, so Würmlin. Und mit einer Investition von jeweils 1000 Euro konnten die beiden Gründer auch die folgende Produktion finanzieren.

Die Motive entwickelt Anton Würmlin inzwischen selbst am Rechner, knüpft Kontakte, organisiert den Vertrieb, pflegt den Onlineshop, macht Buchhaltung und Marketing. Ein bis zwei Stunden ist er täglich damit beschäftigt, und zwar zu Hause nach Feierabend, denn er arbeitet als Industriemechaniker. Seine Models kamen bisher aus dem Freundeskreis. Für die Bilder engagiert er allerdings den Fotografen Florian Basler. Der Mitgründer habe ihn beim Paketversand und neuen Entwürfen unterstützt, sei aber diesen Sommer ausgestiegen.

Seit Anfang 2014 tritt ein Freund, der nicht genannt werden will, als Geldgeber auf; er hat 8000 Euro investiert. Produziert wird auf zwei Wegen: Kleinmengen bis 200 T-Shirts kommen aus Marokko und werden von einem Unternehmen in Halle veredelt, also bedruckt. In der Justizvollzugsanstalt Freiburg werden die Etiketten eingenäht. Bei größeren Mengen werden die T-Shirts komplett in der Türkei hergestellt. Der Komplettpreis liegt dann zwischen sieben und acht Euro.

Anton Würmlin trat von Anfang an als Kleinunternehmer gemäß Umsatzsteuergesetz auf. Dabei ist das Modelabel gewachsen – von 100 Euro Umsatz im Jahr 2013 auf rund 20 000 Euro in diesem Jahr; zum Gewinn macht er keine Angaben. Insgesamt 32 Artikel umfasst das Sortiment: Herren- und Damen-T-Shirts, sechs Motive in verschiedenen Farben(ab 19,95 Euro) sowie verstellbare “Snapback”-Mützen (29,95 Euro). Jüngere Leute kauften die Shirts wegen der Mode, ältere als Geschenk, sagt Würmlin. Es gibt auch Kunden-Feedback über E-Mail oder die Internetplattformen Facebook und Instagram; da wurde zum Beispiel angeregt, die Palette um Stadtbezirke wie “Beurbarung” oder “Unterwiehre” zu ergänzen.

Für Anton Würmlin ist “Freiburgs Finest” mehr als ein Hobby, das viel Spaß macht. Er will die nebenberufliche Selbstständigkeit ausbauen und knüpft auch Kontakte mit dem Einzelhandel. Kürzlich hat er sich das Label “Neighbourhood” ausgedacht; im Onlineshop dazu werden bereits T-Shirts für Mannheim und Karlsruhe angeboten.

 

Das ganze Interview kannst Du auch bei der Badischen Zeitung lesen!

Freiburgs Finest: Freiburg hat jetzt seine eigene rechtlich geschützte Klamottenmarke

 

Vom 08.10.2014 | Fudder

 

Was ist Freiburgs Finest?

Freiburgs Finest ist das erste Streetwear Label aus Freiburg. Wir haben uns offiziell Ende 2013 gegründet, aber die Planung hat natürlich viel früher angefangen.

Was ist “Streetwear” eigentlich? Wie würdet ihr das definieren?

Streetwear bedeutet, du kannst etwas auf edle Sachen anziehen, du kannst es zum Sport anziehen, auch einfach für draußen. Es ist ein Mix, der auf alles passt. Wie zum Beispiel Chucks. Du kannst die Shirts selbst auf einen Anzug anziehen.

Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?

Wie Ideen eben entstehen: Wir saßen abends gemütlich zusammen, mit dem ein oder anderen Bier, und dann ist es uns so eingefallen. Wir sind unternehmenslustig und wollten eigentlich schon immer etwas eigenes auf die Beine stellen. Das ist dann eben dabei raus gekommen.

Was ist das für ein Motiv auf eurem Shirt? Hat die 79 – der Anfang der Freiburger Postleitzahl – mit Hip Hop zu tun?
Das ist das Freiburger Münster. Anfangs war Hip Hop schon unsere Zielgruppe. Aber es hat sich rausgestellt, dass eher Studenten und Stadtverliebte Menschen Interesse zeigen. Deswegen haben wir jetzt auch das Grundprinzip geändert, um von diesem “79” weg zu gehen und mehr mit Freiburg zu machen.

Auf eurer Internetseite kann man nur männliche Models sehen. Wie sieht es den mit der weiblichen Zielgruppe aus?

Das haben wir schon oft überlegt. Wir sind halt gerade noch dabei, den Kleidungsstil rauszufinden. Wichtig ist, dass das mit dem Logo passt. Und dafür brauchen wir natürlich auch die Meinung von weiblichen Personen. Für uns Männer ist es ein bisschen schwierig, sich in die Lage der Frau zu versetzen. Was ja allgemein bisschen schwieriger ist manchmal. Aber wir wollen auf jeden Fall irgendwann auch was für Frauen machen. T-Shirts, Leggins und so.

Ihr werbt auf eurer Internetseite damit, dass ihr alle eure Shirts einzeln kontrolliert. Wie läuft die Produktion eines Shirts ab?

Die Shirts werden von einem Textilhersteller produziert. Auch das Einnähen der Etiketten geben wid in Auftrag. Wir machen dann die ganzen anderen Sachen. Das Logo, das muss schließlich noch geglättet werden – das machen wir alles von Hand. Das Bügeln, Verpacken und Versandbereit machen. Aber natürlich auch die Endkontrolle, ob alles stimmt. Es ist uns schon sehr wichtig, dass jedes T-Shirt ohne Fehler rausgeht.

Ihr habt auf Facebook 461 Likes. Da ist ja noch Luft nach oben – wie läuft’s mit dem Verkauf?

Es steigt an. Wir sind noch in der Anfangsphase und hatten jetzt unsere erste Kollektion. Die lief nicht so gut. Wir hoffen, dass die zweite, die jetzt raus kommt, besser läuft.

Ihr habt also schon eine neue Idee?

Ja, wir haben eine neue Kreation, die jetzt erscheint. Die neuen Shirts heißen 79 Classic 2.0 (siehe Bild 1). Sie sind aus weicher Baumwolle und haben einen körperbetonten Slim Fit-Schnitt.

Wo wollt ihr mit Freiburgs Finest denn hin?

Das Ziel ist, dass Freiburg eine eigene Marke bekommt. Hier gibt es so etwas nicht. Wir sind die ersten. Das ist nicht schnell erfunden, sondern beim Patentamt eingetragen. Freiburgs Finest gilt als offizielle Marke und ist ein offizielles Unternehmen. Als eingetragene Freiburg-Marke sind wir eigentlich konkurrenzlos. Das Problem ist nur, dass genügend Leute das einfach so machen und die Sachen unter der Hand vertreiben. Aus dem Grund stehen uns die Freiburger kritisch gegenüber. Aber das, was wir tun, ist real. Davon müssen wir jetzt nur noch so viele wie möglich überzeugen.

 

Das ganze Interview kannst Du auch auf Fudder lesen!